Die Marsausstellung des DLR in Ingolstadt 2006 - Ein Rückblick

Eis in einem Polareen Krater
Eis in einem polaren Krater
Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G.Neukum)

Nun ist sie vorüber, die große Marsausstellung vom 07.09.06 bis 01.10.06 im Exerzierhaus des Klenzeparks nicht nur ein Höhepunkt für unseren Verein im Jahr 2006 sondern ein Highlight über Jahre hinaus. Ermöglicht hatte die Ausstellung die Stadt Ingolstadt als Beitrag zur 1200-Jahr-Feier durch Kostenübernahme unter der Voraussetzung, dass die personelle Betreuung der Ausstellung durch unseren Verein erfolgt. Dies wurde von uns aus zugesichert. Wer seit Februar unsere Stammtischabende regelmäßig besuchte, konnte sich ein Bild vom Umfang der Arbeiten machen, die unser Vorsitzender Dieter Leistritz zu erledigen hatte, zahllose Besprechungen und Telefonate, E-Mails, und dies alles über Monate!

Am 06.09. erfolgte der Aufbau der Ausstellung. Die Exerzierhalle war für diesen Zweck ideal: im Eingangsbereich genügend Platz für die Kasse, unseren Stand für den Verkauf von Fachliteratur, unseres Infomaterials über Sternwarte und Astronomiepark, für die Stellwände zur Darstellung der Sternwarte und der Poster, anschließend genügend Raum für die Info Säulen und 3-D Bilder des DLR, ein weiterer Bereich mit Bestuhlung mit Bestuhlung und Leinwand für die Vorträge. Auch für das leibliche Wohl war vorgesorgt worden.

Nordpol des Mars
Der Nordpol des Mars
Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G.Neukum)

Zum Aufbau kamen Dieter Leistritz, Karl Schmidt, Klaus Dieter Dunzer, Gerd Gothan, Hans Überall, Herbert Rohrmayr und schließlich - mit einem Überraschungspaket - Herbert und Almut Porstendörfer. Almut hat unsere zahlreichen Poster wunderbar laminiert, ein Appell an uns, damit sorgfältig umzugehen. Herbert hat für die Poster neue Stellwände in Gitterkonstruktion hergestellt, die sich variabel verhaken lassen. Nach ca. 2 Stunden war der Aufbau beendet, die Mitarbeiter das DLR waren wohl noch länger beschäftigt. Der Eröffnungsabend war sehr gut besucht, neben Bürgermeister A. Wittmann konnte D. Leistritz auch einige Stadträte begrüßen. Bürgermeister Wittmann stellte in seinen Grußworten die Arbeit der Sternwarte und die guten Kontakte unseres Vorsitzenden zum DLR und anderen Instituten heraus und erinnerte an die große astronomische Tradition Ingolstadts. Prof. Dr. Ralf Jaumann ließ in seinem Festvortrag die Marsforschung des DLR, insbesondere die Entwicklung der HRSC Kamera Revue passieren. Beim anschließenden Stehempfang gab es Gelegenheit, sich nach einem ersten Gang durch die Ausstellung über die hervorragend konzipierte Ausstellung insbesondere die 3-D-Bilder auszutauschen.


Der Vulkan Olympus Mons
Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G.Neukum)

Die Besucherzahlen entsprachen zunächst nicht unseren Erwartungen, erst im „Endspurt“ war eine Steigerung deutlich. Eine Belebung erfolgte ab Mitte der ersten Woche durch die Schulklassen. D. Leistritz war hier zum Vortrag gefordert und verstand es wie immer, zu den unterschiedlichen Jahrgängen den richtigen Ton zu finden. Beim Besuch der Schulklassen gab es für unsere „Dienstleistenden“ viel zu tun, z.B. aufzupassen, dass die quirligen jüngeren Jahrgänge nicht in die 3-D Bilder hineinliefen, die aufgestellten Teleskope heil blieben und die Aus- und Rückgabe der 3-D-Brillen einigermaßen reibungslos erfolgte. Klaus Dieter Dunzer war vollauf damit beschäftigt, sämtliche Schulklassen zu fotografieren und sie genaustens zu registrieren, immerhin 31 Klassen aus 21 Schulen, insgesamt 748 Schulkinder. Trotz dieser Zahl war ein etwas, enttäuschendes Interesse bei den Gymnasien, besonders der naturwissenschaftlichen Ausrichtung festzustellen. Lediglich einige Klassen vom Apian-Gymnasium, vom Christoph-Scheiner-Gymnasium, vom Katharinen-Gymnasium, vom Willibald-Gymnasium Eichstätt, von der Maria-Ward-Realschule und vom Gnadenthal-Gymnasium Ingolstadt kamen zu Besuch, obwohl alle Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen in der Region informiert worden waren.

Zur Entlastung der Kernbesatzung (D. Leistritz, K. Schmidt, G. Gothan, K.D. Dunzer, H. Rohrmayr) trug wechselnder Einsatz durch Jutta Klingensteiner, Sieglinde Betzl, Dr. Peter Bernhardt, Franz Brandl, Karl-Heinz Ganser, Peter Heinlein, Heribert Regensburger, Karl Schroll und Hans Überall bei. Die Verpflegung war durch den Wirt sichergestellt, wobei aber unsere Elfriede Holzheid täglich vormittags hinter dem Tresen stand. Der Bücherverkauf florierte sehr gut, teilweise musste die Buchhandlung nachliefern. Die von D. Leistritz verfasste Broschüre über den Ingolstädter Astronomiepark - erst zum Ende der Ausstellung erschienen - erlebte einen guten Start. Wir konnten ein großes Interesse der Besucher an astronomischen Fragen registrieren, es ergaben sich immer wieder längere Gespräche mit Besuchern. Viele Besucher äußerten sich begeistert über die Qualität der Ausstellung.

Der Vulkankrater Olympus Mons
Der Vulkankrater des Olymus Mons
Bild: ESA/DLR/FU Berlin (G.Neukum)

Die beiden Vorträge vom 21.09. (Welche Bedeutung hat Wasser auf dem Mars von Dr. Erwin Huber) und 28.09. (Warum entwickelte sich der Mars anders als die Erde? von Dr. Ulrich Kühler) waren höchst interessant und gut besucht. Zum Ende der Ausstellung ergaben sich doch noch respektable Zahlen: Insgesamt 2959 Besucher waren in die Exerzierhalle im Klenzepark gekommen.

Am 02.10. erledigten S. Betzl, D. Leistritz, K. Schmidt, G. Gothan, K. D. Dunzer, H. Überall u. H. Rohrmayr den Abbau. Als die Poster und Stellwände gegen Mittag im Keller des Apiangymnasium abgelegt waren, war bei der „Mannschaft“ Genugtuung über die gelungene Ausstellung, aber auch ein erlösendes Durchatmen festzustellen.

Herbert Rohrmayr

 

Die Bilder wurden freundlicherweise vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) zur Verfügung gestellt und stammen von der Mission Mars Express.

 

 

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